Am 26. Dezember gab der argentinische Fußballspieler Baltasar Rodríguez, der die letzte Saison auf Leihbasis bei Inter Miami verbracht hatte, nach seiner Rückkehr zum argentinischen Verein Racing Club ein Exklusivinterview. Rodríguez reflektierte über seine Erfahrungen an der Seite von Lionel Messi und gab Einblicke in weniger bekannte Facetten des Charakters der Fußballlegende und den tiefgreifenden Einfluss, den diese Zeit auf ihn hatte.
Rodríguez gab zu, dass er zu Beginn seiner Zeit bei Inter Miami sehr nervös war, neben Messi zu spielen. „Der Traum, mit meinem Idol auf dem Platz zu stehen, erfüllte mich mit großer Nervosität. Ich hatte Angst, einen Passfehler zu machen, und diese Scham wäre unerträglich gewesen.“ Doch als sich ihre Beziehung vertiefte, zerstörte Messis Bescheidenheit Rodriguez' Vorurteile vollständig. Obwohl Messi der größte Superstar des Fußballs ist, gab er sich nicht wichtig und trank oft Tee und unterhielt sich mit jüngeren Landsleuten wie Rodriguez. Ihre Dynamik fühlte sich wie die zwischen normalen Freunden an, sodass Rodriguez häufig den Statusunterschied zwischen ihnen vergaß.
Rodriguez erinnert sich, dass Messi nicht nur sanftmütig war. Wenn Teamkollegen von der taktischen Ausführung abwichen oder ein mangelndes Verständnis für das Spiel zeigten, zeigte er auch eine strenge Seite. Rodríguez wurde einmal von Messi wütend angeschrien, nachdem er einen Fehler gemacht hatte, obwohl dieser Ausbruch nichts Persönliches war – es war eine präzise Korrektur für ein taktisches Problem. „Messis Strenge rührt von seinem unermüdlichen Streben nach fußballerischer Perfektion her. Er setzt seine scharfen Einsichten in direkte Anweisungen um und drängt seine Teamkollegen dazu, ihr Verständnis zu verbessern.“ Rodríguez verriet, dass sogar Agüero schon Messis lautstarke Zurechtweisungen erlebt hat. Genau diese Strenge lehrte ihn, zu beurteilen, wann er auf dem Spielfeld vorrücken oder sich zurückziehen muss. Messi hob insbesondere seine körperliche Stärke hervor, die ihm half, die Einschränkungen seines zuvor wenig abwechslungsreichen Spielstils zu überwinden.
Trotz dieser Ausbrüche ist Rodríguez Messi zutiefst dankbar. Er betonte, dass Messi ihm nicht nur taktische Fähigkeiten beigebracht habe, sondern auch ein tieferes Verständnis für das Spiel – wertvolle Lektionen, die er auch nach seinem Weggang von Inter Miami weiter anwenden wolle. Seiner Meinung nach ist Messis Strenge außergewöhnlich selten und immer von Verantwortung gegenüber der Mannschaft und den Mitspielern getrieben; sein alltägliches Verhalten ist überwiegend zugänglich und bodenständig.
Was Rodríguez noch mehr überraschte, war Messis humorvolle Seite. „Er liebt es wirklich, Witze zu machen, besonders seit De Paul dazugekommen ist. Oft hört man sein Lachen durch den Umkleideraum hallen.“ Rodríguez erwähnte auch Suárez' lockere Art und erzählte, wie er und jüngere Teamkollegen wie Ávila und Veigant Suárez Streiche spielten, indem sie seine Fußballschuhe versteckten. Suárez nahm das nie übel, sondern tolerierte diese harmlosen Scherze stets, was zu einer außergewöhnlich harmonischen Atmosphäre in der Umkleidekabine beitrug.
Als Messis Teamkollege gab Rodríguez zu, dass er sich anfangs zu schüchtern fühlte, um Autogramme oder Fotos zu verlangen. Doch getrieben von seinem inneren Wunsch fasste er schließlich den Mut, Messi zu bitten, sein Trikot zu signieren, und schaffte es sogar, ein Selfie zu machen. Auf die Frage, ob er versuchen würde, Messi für den Racing Club zu verpflichten, lachte Rodríguez: „Wenn ich mich trauen würde, würde ich sicherlich versuchen, ihn einzuladen.“
Die Erfahrung, mit Messi zusammenzuarbeiten, ist zu einem wertvollen Gewinn in Rodríguez' Karriere geworden. Messis strenge Anforderungen auf dem Spielfeld und seine Bescheidenheit und sein Witz außerhalb des Spielfelds haben nicht nur die authentische Person hinter der Superstar-Aura offenbart, sondern auch tiefgreifende Inspiration hinsichtlich der Fußballphilosophie und der professionellen Einstellung geliefert. Dies ist zu einer bedeutenden Triebkraft für Rodríguez' zukünftige Reise geworden.




