Posted By on Thursday 20. November 2025

Die Spiele im November zeigten die Höhen und Tiefen der Roma und ihre bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den AC Mailand am 10. Spieltag der Serie A fanden die „Giallorossi“ in der Europa League schnell zu ihrer Form zurück und sicherten sich am 7. November mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen die Rangers die Tabellenführung in ihrer Europa-League-Gruppe. Vom Kampf um einen Platz unter den ersten Vier in der Liga bis hin zur Qualifikation für den Europapokal – das Team, das einen Trainerwechsel vollzogen hat, setzt seine Saison mit der ihm eigenen Härte fort, wobei seine Stärken in Offensive und Defensive immer deutlicher hervortreten.


Die Defensive bleibt Romas größte Stärke. Das von Mourinho eingeführte Defensivsystem wird beibehalten, und das Innenverteidigerduo Ndicca und Mancini bildet einen Fels in der Brandung. In den ersten acht Spieltagen der Serie A kassierten sie nur drei Gegentreffer und spielten in 62,5 % der Fälle zu null. Ihre Bilanz bei Standardsituationen ist in der Serie A unübertroffen. Selbst bei der Niederlage gegen Mailand am 3. November kassierten sie nur ein Gegentor dank einer Glanzleistung von Leao. Dybalas gehaltener Elfmeter in der Nachspielzeit war zwar bedauerlich, doch die Konzentration der gesamten Abwehr über die gesamten 90 Minuten war lobenswert. Im Europapokalspiel gegen die Rangers ließ ihre unüberwindbare Defensive keinen einzigen Schuss aufs Tor zu und demonstrierte damit ihre Widerstandsfähigkeit.


Ihre Offensivstärke hielt einige Überraschungen bereit. Paredes' Freistöße erwiesen sich als unschätzbar wertvoll, sein Weitschuss gegen Mailand im Mai ist unvergessen; Cristantes späte Läufe und Weitschüsse waren ebenso wirkungsvoll und sicherten in mehreren entscheidenden Momenten den Sieg. Beim Europapokalsieg am 7. November bildeten Sules Flügelspiel und Barellas präzise Flanken eine tödliche Kombination und demonstrierten den taktischen Reiz des Kurzpassspiels – die Quelle von 62 % der Roma-Tore. Dennoch besteht weiterhin Verbesserungspotenzial in der Offensive, und Dybalas Formschwankungen sind ein Problem, das dringend angegangen werden muss.


Das Vermächtnis von „Tinkerman“ Ranieri lebt weiter. Der erfahrene Trainer, der die Roma bald verlässt, führte das Team vom Rande des Abstiegs auf den fünften Platz der Serie A und erzielte damit das beste Ergebnis der letzten fünf Jahre. Obwohl die Mannschaft gelegentlich Schwankungen erlebte, ist die taktische Disziplin tief verwurzelt. Gegen eine defensive Mauer wie Parma können sie die Abwehr mit einer Kombination aus Flügelspiel und zentralen Angriffen aufreißen; gegen starke Teams wie Inter Mailand kreieren sie Chancen durch Konter. Diese taktische Flexibilität ermöglicht es ihnen, in verschiedenen Wettbewerben konkurrenzfähig zu bleiben.


Der kommende Spielplan ist anspruchsvoll. Nach dem Auswärtsspiel gegen Cremona am 23. November stehen für die Roma schwere Partien an: in der Europa League gegen Midtjylland und in der Serie A gegen Napoli. Gelingt es ihnen, ihre Defensive zu stabilisieren und Dybalas Offensivpotenzial voll auszuschöpfen, haben die „Giallorossi“ nicht nur die Chance, sich für die K.o.-Phase der Europa League zu qualifizieren, sondern auch die Möglichkeit, in der Serie A unter die ersten Vier zu kommen. Durchhaltevermögen und Durchbrüche sind die prägendsten Merkmale dieser Roma-Saison.